Warum Ihre Fernwärme-Anschlussleistung zu hoch ist – und was das kostet
Viele Bestandsgebäude sind noch mit der Anschlussleistung angemeldet, die beim Bau vor Jahrzehnten theoretisch berechnet wurde – meist deutlich über dem tatsächlichen Bedarf. Das treibt die jährlichen Kosten unnötig in die Höhe, Jahr für Jahr, unabhängig vom Verbrauch.
229 → 140 → 120 kW: zwei getrennte Schritte, zwei Kompetenzen
Wie ich die richtige Anschlussleistung ermittle
Statt Faustformeln nutze ich die tatsächlichen Verbrauchs- und Lastgangdaten Ihres Gebäudes: Live-Monitoring des Fernwärmeanschlusses und eine systematische Datenanalyse. In meiner eigenen WEG hat das zunächst, allein durch korrekte Neuberechnung des Bedarfs, die Anschlussleistung von 229 auf 140 kW gesenkt – und durch erste echte Betriebsoptimierungen danach weiter auf 120 kW.
Gleichzeitig muss die Rücklauftemperatur zum Versorger auf den vertraglich festgelegten Wert gesenkt werden. Sonst kann der Versorger eine beantragte Leistungsabsenkung ablehnen – im schlimmsten Fall drohen hohe Strafzahlungen. Deshalb gehören beide Schritte bei mir zusammen.
Eine Modellrechnung auf Quartiersebene zeigt, wie groß der Effekt sein kann, wenn mehrere Gebäude gemeinsam ihre Anschlussleistung korrigieren: Für das Quartier Prinz-Eugen-Park mit ca. 1.800 Wohnungen ergeben sich Potenziale von bis zu 2,0 MW (Schätzung basierend auf Realdaten von 6 von 25 Baufeldern). Die Übertragung dieser Optimierungen auf das ganze Quartier wird vom Referat für Klima- und Umweltschutz der Landeshauptstadt München ↗ gefördert.
Fallstudie und Quellen zur Fernwärme-Optimierung
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